Warum heute Reiki lernen und warum online?

Viele Menschen aus unterschiedlichen Traditionen und Tätigkeitsbereichen sind sich heute einig, dass wir in bewegten Zeiten leben und möglicherweise dramatischen Umwälzungen entgegen sehen. Wissenschaftler wie der Biophysiker Dr. Dieter Broers beschreiben die Wahrscheinlichkeit, dass es gravierende Veränderungen auf der Erde  geben könnte als extrem hoch und sind sich allenfalls noch uneinig darüber, ob sie diese Veränderungen eher in den nächsten Wochen und Monaten oder doch eher in einem Zeitfenster von ca. 5 Jahren von jetzt an erwarten sollen.  Die heute noch lebenden Angehörigen des Stammes der Maya, von denen der berühmte Maya-Kalender stammt, über den Wissenschaftler und Esoteriker verschiedenster Couleur allerhand Spekulatives verfasst haben, haben sich durch Drunvalo Melchizedek inzwischen ebenfalls an die westlichen Menschen gewandt und sprechen von ähnlichen Zeitfenstern wie die Naturwissenschaftler.

Worum geht es also nun? Ist es möglich, sich auf solche Ereignisse physisch materiell vorzubereiten? Sollte man Vorräte anlegen, die Küstenregionen oder große Städte meiden usw.? Dies scheint nicht der Punkt zu sein, um den es geht! Es geht vielmehr darum, dass wir als Menschen lernen zu verstehen, wer wir sind und was unser Zweck auf diesem wundervollen Planeten ist: Es geht darum, konkrete eigene Erfahrungen damit zu machen, dass wir Wesen sind, die aus zwei wesentlichen Komponenten bestehen: Aus Bewusstheit und Energie! In Wahrheit sind wir EINS, einfach BewusstSEIN, aber wir können das im Alltag auf den zwei Ebenen von Bewusstheit und Energie am direktesten erfahren.

Wie bewusst ist sich nun die Menschheit über ihr wahres Potential? Wie viele Menschen leben das als tägliche Erfahrung, dass sie BewusstSEIN sind? Wer ist sich darüber klar, dass Bewusstheit die Wahrnehmung all dessen ist, was in meinem BewusstSEIN erscheint und das all das, was in meinem BewusstSEIN erscheint, Energie ist? Nicht viele, leider, denn die meisten Menschen erleben sich als Gefangene vermeintlich äußerer Umstände, als Opfer von Erziehung, Wirtschaftskrise und politischer Gegebenheiten, als Opfer von Krankheit, finanziellem Mangel, Stress, Hektik und lieblosem Alltag oder auch als resignierte Mitläufer in einem System, das sie nicht gutheißen können.

Wie kann in diesem Moloch aus Schwierigkeiten Reiki etwas sein, womit man sich beschäftigen sollte?  Interessanterweise wird ja immer wieder darauf hingewiesen, dass der anstehende Bewusstseinswandel der Menschheit sich genau anhand der oben genannten Symptome auf der Erde ankündigen würde! Zudem wird wie in Chief Seattles Rede immer wieder betont, dass “Ihr feststellen werdet, dass man Geld nicht essen kann!” Tatsächlich ist aber die Herstellung von mehr Geld (es wurden in den vergangenen Monaten mehr neue Euros und Dollars gedruckt als je zuvor in der bekannten Geschichte der Menschheit!) das einzige Rezept, das den derzeit tonangebenden Bankiers und Politikern als – natürlich untauglicher – Lösungsvorschlag einfällt. Denn wie sagte schon der geniale und leider zu früh verstorbene Douglas Adams in seiner berühmten Reihe “Per Anhalter durch die Galaxis”: “Dieser Planet hat – oder besser gesagt, hatte – ein Problem. Die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meist um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.”

Worin liegt also der Weg, auf dem Lösungen zu finden sind? Dieser Weg liegt ganz eindeutig darin, sich auf die oben genannten Grundlagen zu besinnen: Wir sind BewusstSEIN, das sich als Bewusstheit und Energie erfahren kann. Was hat das nun mit Reiki zu tun? Reiki, wie es Usui Mikao Sensei vor etwa 100 Jahren in Japan begonnen hat zu lehren, ist in seiner authentischen Form – die im Westen durch viele Verfälschungen schwer zu finden ist! – eine Manifestation genau dieses ursprünglichen Zustandes in zweifacher Form: Reiki ist Ausdruck des reinen BewusstSEINs, in Form von Bewusstheit (Rei = jap.: Geist) und Energie (Ki = jap.: Energie)!

Durch die Praxis der stetigen Reinigung durch Reiki kann also der Mensch zu seinem reinen Zustand als BewusstSEIN in Form von Bewusstheit und Energie wieder erwachen. Dies erfordert tägliche Aufmerksamkeit und Praxis, da unsere Konditionierungen und Identifikationen mit rein materiell ausgerichteten Zielen derart stark ist und von Medien, Politik und Mitmenschen so sehr gefördert wird, dass wir uns immer wieder auf’s neue, von Augenblick zu Augenblick erneut auf die Praxis von Bewusstheit und Energie einlassen müssen, um nach und nach zu erkennen, dass dies tatsächlich unsere wahre Natur als BewusstSEIN ist.

Sollte man also in ein Kloster gehen, oder sich zumindest wochenendweise in teuren Seminaren aus der Alltagswelt zurück ziehen, um diese Praxis des BewusstSEINS zu üben? Nein, das ist in der heutigen Zeit für die meisten Menschen nicht möglich! Die meisten Menschen erleben sich als sehr eingebundenin einen Alltag, der geprägt ist von zeitlichen und/oder finanziellen Einschränkunge, so dass es anderer Wege bedarf, um diese Menschen auf ihrem Weg zu einem Leben in Bewusstheit und Energie zu begleiten. Einer dieser zeitgemäßen Wege im 21. Jahrhundert ist die Reikifreundschaft, eine vor 5 Jahren gegründete Online Reikischule. Hier haben sich seit 2004 nur durch Mundpropaganda – also ohne bezahlte Werbung – über 700 Menschen aus aller Welt zusammen gefunden, die jeder für sich in seinem eigenen Tempo und doch auch gemeinsam – z.B. in offenen Übungsgruppen oder regionalen Treffen – auf ihrem Weg des Erwachens ins BewusstSEIN hinein voran gehen.

Da sich in den vergangenen 25 Jahren viele neue Stile von Reiki, Energiearbeit und Selbst-Coaching entwickelt haben, bietet die Reikifreundschaft ihren Mitgliedern einen einmaligen Service: Im Laufe der Jahre kamen immer mehr neue Systeme aus den Bereichen Reiki, Energiearbeit und Selbst-Coaching hinzu, so dass den Mitgliedern der Reikifreundschaft mittlerweile weit über 330 verschiedene Varianten wie z.B. ursprünglichere Formen des Reiki nach Usui wie z.B. Gendai Reiki, neuere Systeme wie Kundalini Reiki  oder aber auch Selbst-Coaching Techniken wie EFT zur Verfügung stehen.

Um den kommenden Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angemessen begegnen zu können, bietet die Reikifreundschaft den Menschen der heutigen Zeit also viele wertvolle Werkzeuge, die den Mitgliedern nach Zahlung einer einmaligen Aufnahmegebühr lebenslang kostenfrei zur Verfügung stehen, so dass es hier für jeden Menschen – auch diejenigen, die weder viel Zeit noch viel Geld haben – möglich ist, sich eigenverantwortlich im Bereich Bewusstheit und Energie weiter zu entwickeln.

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Reiki: Energie senden und empfangen oder Energie sein?

In der westlichen wie in der östlichen Reiki-Szene wird davon ausgegangen, dass es den Menschen in seiner Körperlichkeit gibt, dass aber diese Körperlichkeit durch Reikianwendungen oder Reikieinweihungen beeinflussbar sei. Als Reiki-Praktizierender oder Lehrender gibt man also – diesem Weltbild zufolge – Reiki auf eine bestimmte Körperpartie bei sich selbst oder einem anderen Menschen und wartet die Resultate ab, die sich sofort oder später einstellen mögen. Die meisten Menschen erwarten heutzutage, bei einer Reikibehandlung oder Einweihung müsse es “kribbeln” oder sonst wie ein Beweis für das Vorhandensein eines Energieflusses erbracht werden. Damit sind wir heute nicht weiter als Thomas, der vor 2.000 Jahren von Jesus verlangt haben soll, ihm seine Wundmale zu zeigen, da er nicht glauben wollte, dass er tatsächlich auferstanden sein könnte. Thomas war also, wie der hier beschriebene Reikiempfangende davon überzeugt, seine Sinne könnten ihm die Realität zeigen.

Die moderne Quantenphysik belegt, dass dem nicht so ist, dass unsere Sinne uns täuschen, dass wir Dinge wahrnehmen, weil wir sie sehen wollen, dass wir sie nicht sehen, weil sie uns zu viel Angst machen würden usw. Jesus soll davon gesprochen haben, dass er – wo zwei oder mehr in seinem Namen versammelt seien – mitten unter ihnen sei, was schlicht bedeutet, dass zwei Menschen, die das selbe glauben, in dem Moment eine gemeinsame Erfahrung des Einklangs machen. So lange aber nach Beweisen und Erfahrungen gesucht wird, ist noch keine Bewusstheit vorhanden. So lange ich mich selbst nicht kenne, ist der Glaube blind. Und wozu das führt, sieht man sowohl an den Kriegen, die das Christentum hervorgebracht hat, als auch an den Jahrzehnte lang währenden  Streits und Zwistigkeiten unter den Reikilehrern und Reikischulen.

Da Usui Mikao Sensei ein erleuchteter Mann gewesen sein dürfte, waren diese Energiespielereien für ihn in seinem Unterricht sicher nur esoterischer Kindergarten, so dass seine Bemühungen dem gewidmet waren, seine Freunde und Schüler zu einer neuen Wahrnehmung zu bewegen: Zur Wahrnehmung dessen, was wirklich ist. Da Japan eine Kultur der stufenweisen Erleuchtung pflegt, wurde auch der Weg des Reiki nach Usui in drei Stufen geteilt:

1. Reiki erleben

2. Mit Reiki arbeiten

3. Reiki sein

In dieser Abstufung zeigen sich drei grundlegende Ausprägungen menschlichen Handelns:

1. Haben

2. Tun

3. Sein

Nun geht die japanische Mentalität eher nach innen, während unsere westliche eher nach außen gerichtet ist. So wird aus diesem Weg der Stufen, die im japanischen Denken nach unten und innen führen, im an äußerem Status orientierten Westen ein Weg, der sich nach oben und außen über sein bisheriges Leben und seine Mitmenschen erheben will, was zu erheblichen Komplikationen in der Praxis führt.

Im ersten Grad Shoden (jap. “erste Lehre” oder “erstes Wissen”) wird also das bisherige Weltbild der einzuweihenden Person noch nicht wirklich in Frage gestellt. Es scheint eher so auszusehen, dass dem “ich”ein göttliches oder energetisches Werkzeug an die Hand gegeben würde, das er von nun an habe oder besitze, das ihm also auch nicht mehr verloren gehen könne. Dies hat den Vorteil, dass die einzuweihende Person Vertrauen in Reiki gewinnt und den Nachteil, dass ihr entgeht, dass sie niemals getrennt davon gewesen ist. Ein fundamentales Problem – das leider oft auf diesem Weg auftritt ist, dass Reiki nicht als der große Schatz gesehen wird, der es ist, sondern das weitgehend unbewusste “ich” versucht, sich diese grenzenlos intelligente Energie untertan zu machen … der erste Irrtum heißt also “ich”, der Heiler …

Im zweiten Grad Okuden (jap. “innere Lehre” oder “vertieftes Wissen”) geht es nun darum, den Besitz auch anzuwenden. Die eigentliche Bedeutung dieses Grades ist, dass Blockaden beseitigt werden sollen, die den Menschen davon abgehalten haben, seine wahre Natur zu erkennen. Hier kommt also das Tun ins Spiel.  Wenn Reiki zuvor demütig als der große Schatz anerkannt worden ist, findet hier leichten Herzens eine Reinigung statt, die bis in tiefste karmische Verstrickungen hinein reicht. Wenn aber nach wie vor das “ich” im Spiel ist, das meint, durch Reiki etwas besonderes zu sein, dann entstehen Auswüchse wie der magische Missbrauch der Reikisymbole für persönliche niedere Ziele, was sich in der neuen Identifikation äußert: “ich”, der Magier …

Der dritte Grad Shinpiden (jap. “geheimes Wissen” oder geheimnisvolle Lehre”) des Reiki nach Usui diente ursprünglich dazu, die Erleuchtung zu verwirklichen, also unmittelbar zu erfahren, dass ich nicht getrennt von Reiki bin, dass ich das große goldene Leuchten bin, das mir im Zeichen des dritten Grades symbolhaft gezeigt wird.  Im spirituellen Materialismus der “ich”-Identifikation wird daraus dann das Zerrbild des “Reiki-Meisters”, was nichts anderes ist als ein mit Projektionen aufgeladenes Super-Ego, das sich einbildet, nun über anderen Menschen zu stehen, was letztlich nur beweist, dass hier keine Erleuchtung stattgefunden hat … Diese ganzen Fantasien, als “Reiki-Meister” könne man nun stärkere Reiki-Energie aufrufen und senden, oder das Symbol des dritten Grades ersetze die des zweiten zeigt einfach nur, wie wenig echte Verwirklichung bis dahin geschehen ist. Alles scheint nur noch laut, starr und äußerlich … und schon sind wir beim Kulminationspunkt des spirituellen Egos angelangt: “ich”, der Meister …

Mir scheint daher aus eigener Erfahrung wichtig, dass wir uns dem Mysterium des Reiki und dem Mysterium, das wir “ich” nennen, gleichzeitig nähern. Dies geht, indem wir still werden, Reiki als Impuls erfahren, uns unserer eigenen wahren Natur bewusst zu werden. So können wir staunend erfahren, dass das was die alten Weisen und die Quantenphysik übereinstimmend sagen, sich in uns selbst manifestiert und verwirklicht: Wir sind Bewusstsein, das sich in energetischen Zuständen und Formen erfährt und jeden Augenblick neu erschafft … auf diese Weise kann Reiki ein Weg der Befreiung sein,  kein Statussymbol des spirituellen Materialismus, sondern ein Weg des erwachten Lebens … und diesen Weg üben wir in der Reikifreundschaft, wo die östlichen und die westlichen Wege des Reiki nach Usui friedlich Hand in Hand gehen. Auf diesem Weg kann die Erfahrung immer tiefer werden, dass wir Reiki in letzter Konsequenz nicht besitzen sondern nur sein können …

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